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13.05.19

Gesunde und nachhaltige Ernährung für Europa

Seit diesem Schuljahr ist die BBS 1 Mainz Teil eines dreijährigen Erasmus+ Projekts. Nach dem ersten Treffen in Mainz im vergangenen Dezember fand nun der zweite Workshop mit dem Schwerpunkt „Food and Body“ in Dänemark statt. Dazu reisten fünf Schülerinnen aus dem Beruflichen Gymnasium, die im Dezember einen Gastschüler in ihrer Familie aufgenommen hatten, nach Aalborg. Petra Schlüter und Bahar Caglar begleiteten sie. 

Ausgehend von der Veranstaltung in Mainz, bei der es um Essentrends gegangen war, wurde in der viertgrößten Stadt Dänemarks der Nähstoffgehalt unserer Nahrung und dessen Auswirkung auf unseren Körper unter die Lupe genommen und abschließend reflektiert.  

Außer den Gastgebern und der BBS 1 nehmen Schulen aus Graz, Elche (Spanien) und Chalon-sur-Saône teil. Das Erasmus+ Programm unter dem Titel "Future Food" wird mit finanzieller Unterstützung der Europäischen Union durchgeführt.   

Am ersten Tag im Norden Dänemarks untersuchten die Schüler den Nährstoffgehalt ihres eigenen Essens. Landestypische Ernährungsempfehlungen wurden verglichen und hinsichtlich ihrer Nährwerte hinterfragt.  

Wie viele Kohlenhydrate, wie viel Eiweiß und Fett nehme ich an einem Tag zu mir? Dieser Frage gingen die Schüler am zweiten Tag nach, als sie ihr zuvor im Heimatland erstelltes Ernährungsprotokoll eines einzelnen Tages mit Hilfe von Nährwertangaben einer dänischen Verbraucherorganisation auswerteten. Verglichen mit den landestypischen Ernährungsempfehlungen, essen viele Schüler richtig, einige aber auch zu fett oder zu kohlenhydratreich. Wer bisher Kartoffelchips liebte, dem verging bei der Nährwertanalyse im Chemielabor die Lust auf diesen salzigen Knabberspaß. 

Die Exkursion in die Hafenstadt Hirtshals mit Fischauktion und Fischfabrik führte am dritten Tag vor Augen, wie der Fisch von der Nordsee in unsere Supermärkte kommt. Dabei konnten die Schüler die mühselige Arbeit, die hinter diesem Prozess steckt, beobachten und mehr Respekt für das Nahrungsmittel entwickeln. Eine Verkostung von Fisch, der auf verschiedene Art und Weisen zubereitet worden war, rundete dieses Erlebnis mit einem weiteren Sinneseindruck ab. Der Besuch des Oceanariums, das größte Aquarium Nordeuropas, ermöglichte zudem faszinierende Einblicke in die Unterwasserwelt.  

Am vierten Tag des Workshops ging es dann weiter ins Food College, wo die Schüler nach einer Präsentation zu nachhaltiger Ernährung selbst ans Werk gehen konnten. Unter Anleitung bereiteten sie in der professionellen College-Küche u. a. landestypische Tapas zu. Anknüpfend an das Thema nachhaltige Ernährung wurde sogar Eiscreme mit Insektentopping hergestellt. Am späten Nachmittag wurden die selbstgemachten Tapas im Rahmen eines Empfangs für Schüler, Lehrer und Gastfamilien angeboten und genussvoll verspeist. 

Am letzten Tag erstellten die Schüler einen TED Talk. Mithilfe dieses Videos sollen die Teilnehmer folgender Workshops über die bisherigen Ergebnisse informiert werden. 

Durch die tolle Kooperation von Teilnehmern und Organisatoren war der Workshop in Aalborg ein voller Erfolg. Wieder einmal zeigte sich: Europa lebt vom Mitmachen! 

 

 

 

 

 

 

 

Von: OStR' Petra Schlüter und StR' Bahar Caglar

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