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12.06.22

ERASMUS - Flipper-Projekt erfolgreich in Krakau beendet

Nach dem erfolgreichen Start des europäischen Flipperprojektes "EDU-Play4.0" im vergangenen Jahr in Mainz und der Fortsetzung im tschechischen Rakovník fand nun die dritte und letzte Arbeitsphase in Polen statt. Vom 1.bis 10. Juni arbeiteten 30 Jugendliche aus Tschechien, Polen und Deutschland in vier trinationalen Gruppen an den elektronischen Komponenten und der Programmierung der Flippersteuerung.

Die Gruppe "Steering box" beschäftigte sich mit der Montage der Displays, sowie der Verbindung zur PLC-Steuerung. Die Gruppe "Programming" erstellte für die Steuerung aus den zahlreichen Sensordaten das Ablaufprogramm für die vielen Beleuchtungs- und Bewegungselemente. Die Gruppe "Electronics" verlötete die elektrischen Komponenten und verkabelte zusätzliche Sensoren für die Ansteuerung und das "Multimedia"-Team kümmerte sich um die umfangreiche Dokumentation sowie die Abschlusspräsentation des Projektes.

Dabei entstand neben einem Fotobuch und einer PowerPoint-Präsentation auch ein unterhaltsamer Videoclip. Alle Teilnehmer halfen engagiert mit beim Zusammenfügen der einzelnen Baugruppen und der Feinjustierung sowie Inbetriebnahme der Flipper.

Die Projektsprache war wiederum Englisch, wobei die Schüler einerseits ihren Wortschatz im technischen Englisch deutlich erweitern und andererseits ihre interkulturellen Kompetenzen in der englischen Alltagskommunikation weiter ausbauen konnten.

Die Feinwerk- und Industriemechaniker unserer Schule äußerten sich in den zahlreichen Feedbackrunden überaus positiv: "wir konnten eigene Ideen einbringen", "intensiver Austausch mit den Polen und Tschechen", waren nur einige Statements.

Natürlich haben neben der gemeinsamen Arbeit alle Teilnehmenden auch sehr viel Zeit miteinander verbracht. Auf einem geführten Stadtrundgang durch das faszinierende und lebendige Krakau, beim Rafting, beim gemeinsamen Flippern im Pinball Museum oder dem Besuch des Salzbergwerks Wieliczka, das UNESCO-Welterbe ist, suchten die Jugendlichen immer wieder den Austausch miteinander.

Ein Höhepunkt ganz anderer Art folgte beim Besuch des Konzentrations- und Massenvernichtungslagers Auschwitz-Birkenau, der uns die dunklen Seiten unserer Geschichte vor Augen führte und für die Grausamkeiten sensibilisierte, die von Menschen an ihren Mitmenschen verübt wurden. In den Diskussionen am Abend, in denen Lehrer wie Schüler die Eindrücke emotional verarbeiteten, zeigte sich der hohe Grad an Betroffenheit einerseits, aber auch die beschämende Einsicht, dass die Menschheit scheinbar bis heute nur wenig aus der Geschichte gelernt hat. Auschwitz berührt uns auch heute -emotional und rational- und darf nicht vergessen werden oder wie es ein Auszubildender spontan formulierte: "Das muss man gesehen haben, damit so etwas nie wieder passiert!"

Bei der englischsprachigen Abschlusspräsentation beschrieben die Schüler ihre Teilaufgaben und Herausforderungen sowie die gefundenen Lösungen. Alle Beteiligten sind stolz auf die geleistete Arbeit und die drei funktionsfähigen Flipper im Europa-Design, die direkt vor Ort erprobt wurden.

Ein herzliches Dankeschön gilt allen betreuenden Lehrkräften für ihren unermüdlichen Einsatz und ihre stets offene und herzliche Art. Neben der Förderung als ERASMUS-Projekt wurde die Begegnung unterstützt durch unseren Förderverein, den Partnerschaftsverband Rheinland-Pfalz, sowie durch eine großzügige Sonderzuwendung der Stiftung Polenkontakte.

Alle Beteiligten sind gespannt auf die finale Evaluationsphase und das gemeinsame Flipper-Turnier im September in Rakovník. Dabei steht der umfangreiche Abgleich mit den im ursprünglichen Projektantrag formulierten Zielen im Fokus.

Wir freuen uns, durch dieses Projekt auch unter dem Eindruck des Krieges in der Ukraine das Motto unserer Schule "Europa lebt vom Mitmachen" aktiv zu gestalten.

 

 

 

 

 

 

 

 

Von: Sabina Homann-Grabbe und Frank Wiß

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