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16.07.17

Aus Hamburg wurde Amsterdam …

… und das hat sich gelohnt! Die Entscheidung, wohin die Stammkurse Physik, Mathematik und Chemie am Ende der Jahrgangsstufe 12 fahren würden, war keine leichte. Hamburg und Amsterdam lagen beide gut im Rennen. Doch die positiven Erfahrungen aus dem vergangenen Schuljahr haben Amsterdam nach vorne gebracht. Natürlich reichen drei Tage bei Weitem nicht aus, um diese lebendige und (mittlerweile leider) von Touristen überlaufene Stadt in ihrer beeindruckenden Vielfalt zu erkunden. Waren es im Jahr 2012 „nur“ 2,5 Mio Touristen, die Amsterdam besucht haben, so strömten 2016 ganze 17 Mio in die Hauptstadt der Niederlande. Und das merkt man. Die Stadt, deren Anwohner sich laut unserer Stadtführerin selber als „Multi-Kulti-Gesellschaft“ bezeichnen getreu dem Lebensmotto „leben und leben lassen“, bietet den Touristen ein nahezu unüberschaubares Angebot an Einkaufs- und Essensmöglichkeiten. Doch auch ein kulturelles Rahmenprogramm ist schnell zusammengestellt. Museen und Sehenswürdigkeiten erfüllen alle Wünsche, die das Herz des interessierten Betrachters begehrt. Die 12er-Stammkurse der BBS 1 mussten in Anbetracht der kurzen Verweildauer jedoch Prioritäten setzen.

Den Einstieg in unseren dreitägigen Aufenthalt bildete am Montag (26.06.) eine Grachtenrundfahrt. Mit einer Gesamtlänge von 80 km führen die Kanalstraßen unter mehr als 1000 Brücken hindurch. Im „Venedig des Nordens“ wohnt man entweder auf einem Hausboot oder in einem auf Holzpfählen errichteten Haus. Die tief in den Boden gerammten und im Wasser stehenden Pfähle können problemlos Jahrzehnte überdauern, solange sie nicht mit Luft in Berührung kommen, denn Sauerstoffkontakt leitet Zersetzungsprozesse ein, die nach und nach zu einem Absacken der Gebäude führen.

Den ersten Abend in Amsterdam konnten die Schüler/innen dazu nutzen, die Stadt auf eigene Faust zu erkunden. Gewöhnungsbedürftig sind vor allem die Fahrradfahrer. Sie beanspruchen auf dem gut ausgebauten Netz an Fahrradwegen die uneingeschränkte Vorfahrt – statt zu bremsen wird penetrant geklingelt, also Fußgänger aufgepasst!

Die ausgedehnte Stadtführung an Tag 2 (zum großen Teil mit dem Bus) konnte die ersten Eindrücke aus Grachtenrundfahrt und Stadterkundung ergänzen und abrunden. Im Anschluss ging es dann in das erste Museum: Looking at Van Gogh. In originellen Kleingruppen-Führungen erfuhren wir nicht nur viel über das Leben des weltberühmten Malers, sondern auch über die Entwicklung seiner Gemälde in ihrer Technik und der Korrelation des Dargestellten mit Van Goghs Lebensperioden.

Der zweite Tag ging ins Land und einen Teil der Gruppe, sichtlich gesättigt mit kulturellem Input, zog es am Abend noch zu Madame Tussauds, um sich mit der Prominenz in Wachsform ablichten zu lassen.

Tag 3 – das kulturelle Programm reißt nicht ab… Ein vormittäglicher Ausflug nach Den Haag, Sitz des europäischen Gerichtshofs, lud einen Teil der Gruppe dazu ein, durch die wunderschöne Altstadt zu schlendern, während sich ein anderer Teil von den geometrisch „unmöglichen“ Zeichnungen und Lithografien Eschers, ausgestellt in einem ehemaligen Palast aus dem 18. Jahrhundert, inspirieren ließ. So konnte das sog. Möbiusband den ein oder anderen faszinieren und zum Staunen bringen. Der Nachmittag des letzten Tages in den Niederlanden wurde bereichert durch einen Besuch im Widerstandsmuseum. Die Schüler/innen wurden anschaulich durch Perioden rund um die Zeit des Nationalsozialismus geleitet, in denen die Niederländer angesichts der Bedrohung aus Deutschland schwankten zwischen Widerstand, Anpassung und Unterstützung der Nazis – eine berührende Reise in eine Zeit, die unser aller historisches Verständnis maßgeblich geprägt hat.

Nach all diesen Eindrücken und einem letzten Abend in den Straßen Amsterdams ging es am Donnerstag mit dem Reisebus zurück nach Deutschland, so dass alle Schüler/innen am Freitag ihre Zeugnisse in Empfang nehmen konnten.

 

 

 

 

 

 

Von: Thekla Ohm, Katharina Schmitz, Michael Wünstel

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