Startseite » Aktuelle Themen » News » Online-Gespräch mit der Holocaust-Überlebenden Ruth Melcer
Am 27.01.2026, dem Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus, hatte sich der LK Deutsch, 12. Klasse am Beruflichen Gymnasium dem Online-Gespräch der Friedrich-Ebert-Stiftung mit der Holocaust-Überlebenden Ruth Melcer zugeschaltet.
Die Schülerinnen und Schüler erfuhren in diesem Zeitzeugen-Gespräch gemeinsam mit vielen anderen Schulklassen erschütternde Details aus Leben von Ruth Melcer, die 1935 geboren wurde und nach der Besetzung Polens durch die Wehrmacht das Ghetto von Tomaszow Mazowiecki, das Arbeitslager Blizyn und ab 1944 das KZ Auschwitz überlebte. Schockierend war es, vom Tod ihres Bruders zu hören, der als Kleinkind im KZ Auschwitz ermordet wurde. Nach der Befreiung ließ sich Frau Melcer nach einem mehrjährigen Aufenthalt in Israel in München nieder. Erst spät entschloss sie sich, über die dunklen Jahre zu berichten, um sie vor dem Vergessen zu bewahren.
Ziel war es, die unfassbaren Ereignisse des Völkermordes an den europäischen Juden in Erinnerung zu behalten und die Realität der Ereignisse zu erfahren. Lehrerin und Schüler waren tief betroffen, aber auch sehr dankbar, dass Frau Melcer die Mühe auf sich genommem hat, uns von ihrem Schicksal zu berichten. Es ist uns allen erneut klar geworden, wie wichtig das Erinnern des Holocaust ist, damit sich Ausgrenzung und Verfolgung jüdischer Mitmenschen, aber auch anderer Gesellschaftsgruppen nie mehr wiederholen.
Von: Gabriele Dethlefs