Ein Erfolgskonzept geht in die nächste Runde!

27.06.2024

Zur Zeit befinden sich zehn Auszubildende der Berufsgruppen Mechatroniker, Industriemechaniker, Elektroniker für Betriebs- und Automatisierungstechnik auf einem dreiwöchigen Praktikum in Valreas, unserer Partnerschule in der Provence. Neben duftenden Lavendelfeldern, von der Sonne verwöhnten Weinbergen und schattigen Eichenhainen, in denen – wenn man Glück hat auch Trüffel zu finden sind – wurden den Mainzer Schülern in der ersten Woche des Austauschs das Land, die Sprache und die örtlichen Sehenswürdigkeiten nahe gebracht. Die Schüler nutzten die Gelegenheit gemeinsam mit den französischen Schülern im Tandem zunächst die Grundkenntnisse in der örtlichen Landessprache aufzufrischen, um die erworbenen Kenntnisse danach in altersgemäßen Freizeiteinrichtungen direkt ausprobieren und situationsgemäß erweitern zu können. Abgerundet wurden die handlungsorientierten Ansätze des Fremdspracherwerbs mit dem Austausch von traditionellen französischen Kochrezepten, die in der eigenen Küche direkt am Gasherd mit dem französischen Tandempartner umgesetzt wurden, was zum Teil erst in der späten Nacht abgeschlossen war.

In der kommenden zweiten Woche des Austausches sind die Schüler, zusammen jeweils mit einem französischen Tandempartner in unterschiedlichen Betrieben untergebracht. Hierzu zählen in diesem Jahr die Firma Bonifacy (Einzelhandel), ERDF (Électricité Réseau Distribution France), Sikaf (Kosmetikerzeugnisse), Packetis (Kartonagen), Gerflor (Fußbodenbeläge), Enedis (Elektroinstallationen), La Suzienne (Weinerzeugnisse), WKW (Autoteile) und der Service Technique de Valréas (Stadtwerke Valreas). Die Schüler arbeiten dort im Produktionsprozess im Teilgebiet der Wartung und Instandhaltung mit und lernen neben den vielen fachlichen und soziokulturellen Aspekten auch die französische Variante einer beruflichen Ausbildung kennen.

Die ersten Tage im Betrieb zeigten bereits deutlich, wie wertvoll eine solche Form des Austauschs ist. Das „sich einlassen“ auf eine andere Kultur und Sprache fiel einigen Schülern zu Beginn zwar noch schwer, jedoch legten sich von Tag zu Tag die Schwierigkeiten und sie gingen immer gestärkter ihre neuen Aufgaben an. Obgleich der Austausch bereits zum neunzehnten mal stattfindet und das Grundkonzept, dass auf die erste Woche des Sprachkurses zwei Wochen in den Betrieben folgt, unverändert ist, sind die Eindrücke und gehaltvollen Erfahrungen, die während den drei Wochen von jedem Einzelnen gesammelt werden können, immer andere, aber immer ganz persönliche. Diese mit allen gemeinsam zu teilen lässt den Begriff der „Nachhaltigkeit“ unter einem ganz anderen Aspekt erscheinen. Der zwanzigste Austausch ist bereits in Planung und wir freuen uns bereits, das Erfolgskonzept „Valreas/Mainz“ auch im Jahr 2025 fortzuführen.

Von: Dipl.-Ing. Markus Musielack, OStR