Startseite » News » Automatisierer auf dem Technologieereignis des Jahres
In diesem Jahr besuchten insgesamt 60 Schüler*innen der Berufsbilder Elektroniker für Betriebstechnik und Mechatroniker für mehrere Tage die Hannover Messe für Industrie (HMI), das weltweit wichtigste Technologieereignis und die Leitmesse der Industrieautomatisierung. Mehr als 6.500 Unternehmen aus 65 Ländern präsentierten sich in Hannover und stellten ihre neuesten Entwicklungen und Innovationen einem breiten Fachpublikum vor.
Das diesjährige Leitthema lautete „KI in der industriellen Fertigung“ und rückte die zunehmende Vernetzung aller Bereiche der Industrie in den Mittelpunkt – eine Weiterentwicklung der „Industrie 4.0“. Weiterhin standen Innovationen im Bereich der regenerativen Energietechnik und der Elektromobilität im Vordergrund. Einen besonderen Schwerpunkt bildete in diesem Jahr natürlich die Entwicklung rund um das Thema KI, also der künstlichen Intelligenz, sowie der Begriff „Greentelligence“. Die Schüler*innen hatten auf der Messe die Möglichkeit, sich ausgiebig über neue Trends und Entwicklungen im Bereich der industriellen Automatisierung zu informieren. Sie nutzten zudem die Gelegenheit, direkt mit Ausstellern in Kontakt zu treten, Verbindungen zu knüpfen und teilweise sogar gemeinsame Projektideen abzustimmen.
Neben den fachlichen Inhalten kam auch das gemeinsame Erleben nicht zu kurz: Ergänzt wurde die Exkursion zur Hannover Messe durch ein kulturelles Rahmenprogramm. Bei einer abwechslungsreichen Stadtbesichtigung sowie einer sich anschließenden unterhaltsamen Stadtrallye konnten die Teilnehmenden die Umgebung erkunden und gleichzeitig ihre Teamfähigkeit stärken. So lernten die Schüler*innen die Innenstadt von Hannover aus neuen Perspektiven kennen, erkundeten die vielfältig vorhandene Straßenkunst oder genossen im Barockgarten der Herrenhäuser Gärten das schöne Wetter. Ein besonderes Highlight bildete sicherlich die Besichtigung der historischen Grotte, die die Künstlerin Niki de Saint Phalle im Auftrag der Stadt Hannover künstlerisch umgestaltete. Die Mischung aus Wissen, Bewegung und Spaß sorgte für eine tolle Atmosphäre innerhalb der Gruppen.
Neben den vielen kulturellen Programmpunkten stand auch eine Besichtigung der Salzgitter Flachstahl AG auf dem Programm. Vor Ort erhielten die Schülerinnen spannende Einblicke in die komplexen Abläufe eines modernen Stahlwerks. Besonders beeindruckend war es, die gewaltigen Produktionsanlagen aus nächster Nähe zu sehen und die einzelnen Schritte von der Rohstoffverarbeitung bis hin zum fertigen Stahlprodukt nachzuvollziehen. Die Kombination aus hochautomatisierten Prozessen und präziser Steuerungstechnik verdeutlichte eindrucksvoll, wie wichtig diese Berufsfelder in der Industrie sind. Besonderes Interesse weckte hier das Projekt „SALCOS“, eine neue, zukunftsorientierte Sparte des Unternehmens. Hier investiert die Salzgitter Flachstahl AG mehrere Milliarden Euro in ein System, das bereits im Jahr 2027 klimaneutral Stahl produzieren soll. Die Schülerinnen nahmen die Informationen mit großem Interesse auf und stellten in einer abschließenden Diskussion auch kritische Fragen.
Den Abschluss der Studienfahrt bildete der Besuch des Klosterstollens im Erlebnisbergwerk Barsinghausen. Hier hatten die Schüler*innen die Möglichkeit, das Abenteuer Bergbau hautnah und mit allen Sinnen zu erleben. Die Teilnehmenden fuhren zunächst mit einer Grubenbahn 1,4 km in den Berg ein. Unter Tage wurden dann Werkzeuge des Bergmanns im realen Betrieb demonstriert, was sehr beeindruckend war. Das „Lernen mit allen Sinnen“ hatte hier eine ganz besondere Qualität. Den gelungenen Abschluss der Exkursion bildete ein Besuch im Planetarium Kassel, das sich in der Orangerie in der Karlsaue befindet. Die eindrucksvolle Präsentation entführte uns auf eine faszinierende Reise durch das Universum und sorgte für Staunen bei allen Teilnehmenden. Die Kombination aus moderner Technik und spannender Wissensvermittlung machte diesen Programmpunkt zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Ein absolutes Highlight der Exkursion nach Hannover war für alle der Besuch im Varieté GOP, bei dem international ausgezeichnete Künstlerinnen und Künstler ihre Darbietungen präsentierten. Die Vorführungen aus Akrobatik, Artistik und Unterhaltung begeisterten alle und boten eine willkommene Abwechslung zum technischen Programm. Die Professionalität und Kreativität der Künstler hinterließen einen bleibenden Eindruck. Für alle Anwesenden war dies sicherlich ein unvergessliches Erlebnis.
Aufgrund der sehr positiven Resonanz auf diese Fahrt wird die Exkursion nach Hannover auch im nächsten Jahr im Zeitraum vom 5. April bis zum 8. April 2027 wieder auf dem Jahresplan der Automatisierer stehen.
Von: OStR Markus Musielack, Dipl.-Ing.