Startseite » News » „e-mobility 4.0“ – erfolgreiches polnisch-deutsches ERASMUS-Projekt
Zehn polnische Jugendliche der Krakauer Partnerschule Zespół Szkół Mechanicznych nr 1 (ZSM 1) arbeiteten mit zehn Auszubildenden der BBS1 aus den Ausbildungsberufen Feinwerkmechaniker und Kfz-Mechatroniker vom 8. bis 17.06.2026 in Krakau an unterschiedlichen Aspekten der Elektromobilität.
Die aktuelle Thematik der Elektromobilität wurde von binationalen Teams in den Bereichen E-Bike, Lastenfahrrad, Elektro- und Wasserstoffbus, E-Scooter und E-Auto beleuchtet und LIZARD, einem speziell für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen entwickelten Antriebskonzept. Unterstützt wurden die Jugendlichen durch fachliche Impulsschulungen externer Partner, die bereitwillig über den Einsatz von Elektromobilität unter den verschiedenen Aspekten informierten.
Die finale Präsentation erfolgte vor über 80 interessierten Gästen, darunter auch 12 Lehrkräfte von Partnerschulen der ZSM1, die zeitgleich bei einer Konferenz an der Weiterentwicklung von Partnerschaftsaktivitäten arbeiteten und die Präsentation als Best-Practice-Beispiel wahrgenommen haben. Im Anschluss daran erfolgte die Eröffnung des neuen „Center for Electromobility“.
Der im Rahmen des Projektes gebaute E-Scooter steht jetzt der polnischen Schule für Demonstrationsfahrten zur Verfügung. Wichtig für das Projekt ist neben einer ausführlichen Dokumentation und der Präsentation in englischer Sprache die länderübergreifende Kooperation als Vorbereitung auf das spätere Berufsleben.
Im umfangreichen Rahmenprogramm verbrachten die Jugendlichen viel gemeinsame Freizeit bei einem Stadtrundgang in Krakau, im Museum für Illusionen oder im Natur-Reservat Zakrzówek.
Eine Besichtigung in der Dauerausstellung zum Thema „Krakau – Die Okkupationszeit 1939-1945“ im Gebäude der ehemaligen Emaillefabrik von Oskar Schindler stimmte uns auf die bitteren Momente der jüngeren Geschichte ein. Dem folgte ein Höhepunkt ganz anderer Art beim Besuch des Konzentrations- und Massenvernichtungslagers Auschwitz-Birkenau, der uns die dunklen Seiten unserer Geschichte vor Augen führte und für die Grausamkeiten sensibilisierte, die von Menschen an ihren Mitmenschen verübt wurden. In den anschließenden Diskussionen, in denen Lehrer wie Schüler die Eindrücke emotional verarbeiteten, zeigte sich der hohe Grad an Betroffenheit einerseits, aber auch die beschämende Einsicht, dass die Menschheit scheinbar bis heute nur wenig aus der Geschichte gelernt hat. Auschwitz berührt auch heute noch – emotional und rational – und darf nicht vergessen werden!
Bei der Abschlusspräsentation der deutsch-polnischen Arbeitsgruppen waren die Jugendlichen mit großem Eifer bei der Sache und zeigten ein hohes Maß an Methoden-, Sprach- und Fachkompetenz.
Wir bedanken uns bei den vielen betreuenden polnischen Lehrkräften für ihren unermüdlichen Einsatz und ihre stets offene und herzliche Art, die den Austausch zu einem Besuch bei Freunden werden ließen. Ein besonderer Dank geht an Alicja Grzywaczyk für die intensive und hervorragende Organisation des Rahmenprogramms, an den stellvertretenden Schulleiter Waldemar Nowak für die aufwändige Beantragung und Organisation des Projektes sowie an die Schulleiterin Barbara Szymoniak als langjährigen und unermüdlichen Motor der Begegnungen zwischen den beiden Schulen.
Dieses Projekt wurde mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert. Außerdem bedanken wir uns beim Partnerschaftsverband Rheinland-Pfalz/4er Netzwerk e. V. und dem Förderverein unserer Schule für deren Förderung. Mit dem Projekt konnten wir die europäische Idee bekräftigen und das Motto unseres Austauschs erneut (er)leben, denn „Europa lebt vom Mitmachen“.
Von: Rebecca Schuberth, Sabina Homann-Grabbe und Frank Wiß