Suche
Suche

„EDU-Charge 4.0“ - deutsch-tschechisches Technikprojekt erfolgreich fortgesetzt

11.04.2026

Schülerinnen und Schüler aus der tschechischen Schule Střední průmyslová škola Emila Kolbena (SPS) Rakovník, der Staatlichen Berufsbildenden Schule (SBBS) Sonneberg und der Berufsbildenden Schule (BBS) Ingelheim arbeiteten unter der Koordination der Berufsbildenden Schule 1 (BBS1) in Mainz eine Woche lang vom 22. bis 28. März 2026 im thüringischen Sonneberg an einem mechatronischen System. Die Jugendlichen agierten in binationalen Teams aus den drei Schulen an der Umsetzung einer anspruchsvollen Aufgabe, die an der BBS1 Mainz konzipiert wurde: Gemeinsam wurden drei Handy-Ladestationen gebaut, an der gleichzeitig 4 Handys kabellos (wireless) und konventionell aufgeladen werden können und die ab sofort als Kommunikations-Center in den Aufenthaltsräumen der beteiligten Schulen stehen.

Die „Europasterne“ des Projektlogos werden durch eine elektronische Steuerung abwechselnd illuminiert, was der Station eine besondere Wertigkeit verleiht. Mit großem Engagement haben die Jugendlichen die Aufgabe bewältigt und dabei neben ihren handwerklichen Fähigkeiten aus dem Metall- und Elektrobereich auch kreativ eigene Ideen eingebracht. Zum Gelingen des Projektes mussten Arbeitspläne und technische Zeichnungen exakt befolgt, sowie Metallprofile und Bleche bearbeitet werden. Außerdem wurden zahlreiche 3D-Druckteile in einem CAD-Programm entworfen und gedruckt. In den arbeitsteiligen Gruppen wurden elektrische Schaltungen und Steuerungen realisiert und programmiert. Dabei wurde von allen Teilnehmern als Projektsprache Englisch gesprochen, was die Jugendlichen sehr gut umsetzen konnten.

Betreut wurden die Jugendlichen von Techniklehrern aller Schulen: auf tschechischer Seite von Petr Lelovski und Matěj Spurný, von der Sonneberger Berufsschule unterstützte Gerson Wieberneit und aus Mainz Adrian Berg und Frank Wiß, der dieses Projekt konzipiert und bereits mit anderen Partnerschulen umgesetzt hatte. Der Kontakt zur Sonneberger Berufsschule resultierte aus deren Schulpartnerschaft zur BBS1 Mainz. Eine Anfrage bei der stellvertretenden Schulleiterin Elke Herrling wurde sofort begrüßt und somit stand der Umsetzung des anspruchsvollen Projektes nichts mehr im Wege: Seit November liefen die Vorbereitungen für das Technik-Projekt und das Rahmenprogramm und die Jugendlichen zeigten sich von beidem begeistert.

Das Betreuerteam lobt die engagierte Mitarbeit der Jugendlichen: „Wir haben bewusst Schüler aus den verschiedenen Berufsfeldern Metalltechnik und Elektrotechnik für das Projekt ausgewählt, damit diese fächerübergreifend zusammenarbeiten können. Die Schülerinnen und Schüler haben ihre individuellen Kenntnisse hervorragend eingebracht, bis das fertige Produkt nach fünf Tagen intensiver Projektarbeit schließlich erfolgreich vor einem großen Publikum präsentiert werden konnte.“ Wichtig ist neben einer ausführlichen Projektdokumentation und der Präsentation in englischer Sprache die länderübergreifende Kooperation als Vorbereitung auf das spätere Berufsleben.
Im umfangreichen Rahmenprogramm war bei einem Besuch der Sternwarte Sonneberg ein Blick in den Nachthimmel bis in entfernte Galaxien möglich und bei einer Stadtführung in Coburg gab es interessante Informationen über die abwechslungsreiche Geschichte der Stadt. Besonders beeindruckend war ein Besuch der Berufsfachschule für Glasbläser in Lauscha, bei dem alle Teilnehmer sich an diesem interessanten Handwerk ausprobieren konnten.

Ein herzliches Dankeschön gilt allen Unterstützern dieser Begegnung: der Europäischen Union für die Förderung als ERASMUS + -Projekt, dem Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds, dem Partnerschaftsverband Rheinland-Pfalz/4er-Netzwerk e.V. und den Fördervereinen der beteiligten Schulen.

Wir freuen uns über dieses erfolgreiche Projekt der gelebten Partnerschaft unter dem Motto „Europa lebt vom Mitmachen“.

 

Von: Frank Wiß